Moldawien

Moldawien, seit 1991 unabhängige Republik, grenzt an die Ukraine und Rumänien und ist Mitgliedsstaat der GUAM - Organisation für Demokratie und Wirtschaftsentwicklung der Östlichen Partnerschaft - ein Programm der EU zur Förderung wirtschaftlicher, politischer und kultureller Zusammenarbeit.

 

Bis zu seiner Unabhängigkeit eines der reichsten Sowjetrepubliken befindet sich Moldawien seit 2003 wieder auf Wachstumskurs von durchschnittlich 5,7 % p.a., auch unterstützt durch starke Handelsbeziehungen zu Russland.

 

Zu Deutschland sind die politischen Beziehungen weitestgehend problemfrei und freundschaftlich. Seit einem Zusammentreffen des moldawischen Präsidenten mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel im Mai 2006 wurden auch die Wirtschaftsbeziehungen weiter intensiviert und Deutschland hat sich seither zu einem der wichtigsten Handelspartner für Moldawien etabliert. Handels- und Wirtschaftsbeziehungen können vor allem in den nachfolgenden Bereichen weiter ausgebaut werden:

 

Die geringen Arbeitskosten sind für westliche Investoren die Chance, an der Grenze zur EU zu Kosten zu produzieren, die mit denen der asiatischen Länder vergleichbar sind. Geschäftsbeziehungen im Bereich Lohnfertigung bestehen bereits in der Textilindustrie.

 

Investitionsmöglichkeiten sind reichlich vorhanden und werden von der moldawischen Regierung mit Steuerbegünstigungen gefördert. So wurde die Lage für Investoren seit dem 1. Januar 2008 weiter verbessert.
 

-  0 Prozent Körperschaftsteuersatz
- 50 Prozent Steuerbegünstigung auf fünf Jahre bei einer Mindestinvestition von 250.000 Dollar und einer
   Reinvestition von 80 Prozent der Ersparnis
- 100 Prozent Steuerbegünstigung für die Dauer von 4 Jahren bei Investitionen von mindestens 50 Millionen      Dollar
- weitere 3 Jahre keine Steuern nach Ablauf der steuerfreien Periode bei erneuter Investition von mindestens     10 Millionen Dollar
- Steuerbefreiung für 5 Jahre für Softwareunternehmen
- Steuerbefreiung für 3 Jahre und anschließende 35 %ige Steuerreduktion für Klein- und Mittelunternehmen

 

Diese Begünstigen gelten jedoch nicht für Banken, Casinos oder Klein- und Mittelunternehmen mit einer dominanten Marktposition.

 

Export:

- Produkte der Stahl- und Eisenindustrie

- Textilien

- Nahrungs- und Genussmittel, Getränke (vorrangig Wein)

- Agrarprodukte

 

Import:

- Energieträger

- Kraftfahrzeuge und -komponenten

- Rohstoffe
- chemische Erzeugnisse

- Maschinen und Anlagen

- Metalle und Metallerzeugnisse

 

Moldawien ist Mitgliedsstaat in:

- WTO (World Trade Organisation)

- IWF (Internationaler Währungsfond)

- Weltbank.